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Das Leben von Austauschschuelern Life of exchange students
Hier könnt ihr Berichte und Einträge von Austauschschülern lesen, die gerade irgendwo auf dieser Welt die Zeit ihres Lebens verbringen um etwas völlig neues zu Entecken. Oder aber sie sind von zukünftigen ATS oder auch von all den vielen Ehemaligen (Returnees), die vor anderen den großen Schritt gewagt haben, und die allen Neuen (Hopees) und Derzeitigen (Exchangees) eine große Hilfe sind. Aufforderung an alle, wenn ihr Lust habt, oder einen tollen Text in irgeneiner Weise geschrieben habt, dann schickt ihn mir doch zu, dann kann ich ihn hier unter eurem Namen veröffentlichen! Ich bin immer auf der Suche nach neuen Beiträgen und wenn mir etwas gefällt, frage ich auch einfach persönlich mal nach - so also zur Erstehung dieser Page!
Here you can read stories/poems/entries from exchange students, who are somewhere in the world right now and enjoy a special time of their life. The items also could be from future exchange students or all the returnees, who are examples and a great help for all of us. Request to everyone, who has fun to write or already wrote an interesting text about being an exchange student or in other relationships with exchanges to other countries, you can send me your storie and I will see to show it on this page under your name. I am looking for new stories all the time and if there is something I really like then I also come to you and ask to show it on here - that is how I created this page!
Auch Realschüler zieht es ins Ausland
An der Realschule im schleswig-holsteinischen Niebüll motivieren Lehrer aktiv ihre Schüler, ein Jahr im Ausland zu verbringen. Momentan nutzen diese Chance nur fünf Prozent der Realschüler. Doch nicht nur die Schüler selbst zweifeln an ihren Fähigkeiten dazu. Oke Albrecht hatte seinen Realschulabschluss in der Tasche und wollte raus. Raus aus Norddeutschland, weg vom elterlichen Bauernhof, rein in die weite Welt. Amerika sollte es sein, am liebsten Kalifornien, per Schüleraustausch und für ein ganzes Jahr. Vorgemacht hatte es ihm seine Zwillingsschwester Thoma. Damals 16-jährig, war sie sofort nach dem Abschluss der Realschule Niebüll nach Kentucky aufgebrochen, ein Jahr geblieben, und begeistert zurückgekehrt. Viel Sport, viele neue Freunde und nur ganz wenig Hausaufgaben. „Schule dort war wirklich nicht schwer, eher so wie bei uns in der achten Klasse“, lacht Thoma. Oke war weniger mutig, wechselte zunächst auf das Fachgymnasium, nach der elften Klasse packte aber auch er seine Sachen. „Ein mulmiges Gefühl hatte ich trotzdem, vor allem weil ich dachte, es wird mir vielleicht zu lang“, erinnert er sich. Aber das Jahr habe ihm gut getan, „ich bin viel selbstbewusster geworden und hatte eine echt fantastische Zeit“, sagt der mittlerweile 19-jährige Zwölftklässler: Eine nette Gastfamilie in Arizona, Ausflüge nach Washington und Kalifornien, gekrönt von einem zehntätigem Urlaub auf Hawaii. Auch Oke hat Amerika nicht bereut. Eine Auslandsförderung an deutschen Haupt- und Realschulen ist die Ausnahme Auf die Idee für den Austausch kam Schwester Thoma damals aber nur, weil ihre Realschule sie auf den USA-Aufenthalt aufmerksam machte. Die Schule fördert das Interesse am Auslandsjahr, zunächst mit Flyern und Infoveranstaltungen, dann auch persönlich in den Klassenzimmern. „Die Englischlehrer sprechen im Unterricht über die Austauschprogramme, vermitteln Wissen über das amerikanische Schulsystem“, erklärt der stellvertretende Schulleiter Hans-Ferdinand Sönnichsen und erstellt bei Bedarf für den Austausch nötige Gutachten. Eine solche Förderung ist an deutschen Real- und Hauptschulen die Ausnahme. „Außerhalb des Gymnasiums wird ein Austausch bislang eher über private Mund-zu-Mund-Propaganda vermittelt “, erklärt Sönnichsen. „Wenn jemand aus dem weiteren Bekanntenkreis das Wagnis Jahresaustausch auf sich genommen hat, fällt die Entscheidung eher.“ Mit dem Ergebnis, dass sich bei den einschlägigen Organisationen fast ausschließlich Gymnasiasten bewerben. „Die Quote an Realschülern bei den einjährigen Austauschen liegt bei uns bei etwa fünf Prozent, die der Hauptschüler bei Null“, sagt Knut Möller, Geschäftsführer der Austauschorganisation Youth for Understanding (YFU) und Sprecher des Arbeitskreises gemeinnütziger Jugendaustauschorganisationen (AJA). "Es kann nicht an der Finanzierung liegen" 1200 Schüler zwischen 15 und 18 Jahren verschickt YFU jedes Jahr in die verschiedensten Länder. „Wir wären begeistert, wenn sich mehr – vielmehr überhaupt – Hauptschüler bei uns bewerben würden“, sagt Möller. YFU werbe zwar aktiv auch an den Hauptschulen, ein mit knapp 700.000 Euro gut gefüllter Stipendientopf stünde bereit und dennoch: „Die Rücklaufquote liegt bei Null“, beklagt der YFU-Mann. „Es kann nicht an der Finanzierung liegen.“ Ein Jahr USA, wie Oke und Thoma es hinter sich haben, kostet bei YFU 6400 Euro. Teilstipendien bis 4400 Euro stünden für die Teilnehmer zur Verfügung, „in absoluten Härtefällen gewähren wir sogar Stipendien, die fast den gesamten Programmpreis decken“, sagt Möller. Das Programm sei so flexibel angelegt, dass auch junge Schüler direkt nach dem Hauptschulabschluss teilnehmen könnten. Und auch das Auswahlverfahren siebe Schüler mit geringerem Bildungsniveau nicht aus. „In den Gesprächen kommt es darauf an, dass die zukünftigen Teilnehmer soziale Kompetenz zeigen“, erklärt er. Viel mehr als auf den Notendurchschnitt würde darauf geachtet, ob und wie sich ein Schüler in ein neues Umfeld integrieren könne und ob er stabil genug sei, ein Jahr durchzuhalten. „Die Jugendlichen sollen in einer Familie funktionieren und auch wachsen können“, fordert Möller. Genau das traut Heinz Wagner, Leiter der Abteilung Schul- und Bildungspolitik des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), den Hauptschülern nicht zu, erklärt damit ihr Fehlen bei den Austauschprogrammen. „Schon bei einwöchigen Fahrten haben die begleitenden Lehrer häufig Sorge, dass sich die Schüler nicht als ordentliche Repräsentanten ihres Landes zeigen“, sagt Wagner. Hinzu kämen meist noch kulturell-religiöse Probleme. „Wenn schon bei Klassenfahrten ein Drittel der Schüler nicht teilnehmen darf, weil es die Eltern verbieten, ist ein langfristiger Aufenthalt meist völlig ausgeschlossen“, klagt Wagner. Ein fehlender deutscher Pass mache vieles noch komplizierter, ebenso wie mangelnde Kompetenz in der Fremdsprache. „Haupt- und Realschüler dürfen nicht weiter von internationaler Bildung und dem Austausch ausgeschlossen bleiben“, fordert Andreas Saerbeck, Mitinitiator des Projekts „Haupt- und Realschüler International“ des Studentenforums im Tönissteiner Kreis. Die Gruppe arbeitet an einem speziell zugeschnittenen Motivations- und Auslandsprogramm. Grundlage dafür ist eine Umfrage unter Hauptschülern: Viele Befragte geben dort an, dass es vor allem die Angst vor dem Zurückbleiben im Wettbewerb um einen Ausbildungsplatz sei, die schwierige Rückkehr in den Freundeskreis und tatsächlich auch fehlende Vokabeln. "Es fehlt jemand, der an einen glaubt" „Ich würde diesen Jugendlichen so gern sagen, dass ihre Bedenken grundlos sind“, sagt Birte Marquardsen. Sie spricht aus Erfahrung, hat selber in einem kleinen Dorf nahe der dänischen Grenze die Hauptschule besucht und später ein Austauschjahr in Brasilien verbracht. Mit nicht viel mehr Kenntnissen auf Portugiesisch als „Hallo“ und „Danke“. „Was in der Hauptschule oft fehlt, ist jemand, der einem das Gefühl gibt, dass man etwas schaffen kann. Der an einen glaubt“, beschreibt die 26-Jährige. Viele Kinder in der Hauptschule würden nicht ermutigt, sich Bildung anzueignen. Viel mehr stünde der „Kampf ums Überleben, eine solide Berufsausbildung, die das Einkommen sichert“ im Vordergrund. Sie fragten sich, was sie anfangen sollen, wenn der Lebensunterhalt nicht gesichert ist. „Man muss den Schülern begreiflich machen, dass sie durch ein Austauschjahr mehr erreichen können, als die Sicherung eines Ausbildungsplatzes. Es ist eine Chance, die eigenen Talente zu finden.“ Sie sagt es mit Nachdruck und kann es auch. Birte Marquardsen hat nicht nur ein Jahr in Brasilien verbracht, den Realschulabschluss und das Abitur nachgeholt. Heute studiert sie – Bildungsmanagement an der Technischen Universität in Berlin. Quelle: WELT ONLINE, 18. Feb. 2008
Theodor Fontane sagte einst: "Erst die Fremde lehrt uns, was wir an der Heimat besitzen."
Christina: Gruende einen Schueleraustausch zu machen Spielst du vielleicht gerade mit dem Gedanken einen Schueleraustausch zu machen? Hier habe ich nun einmal all meine Gedanken zusammen gefasst, fas fuer Gruende es gibt an einem Schuelerausausch teilzunehmen. Vielleicht erleichtert es einigen die Entscheidung oder ermutigt euch dazu es einfach mal zu wagen. Denn es ist ein unglaubliches Erlebnis, auf das man sicherlich sein ganzen Leben lang zurueck schauen kann. Fuer viele ist es wahrscheinlich ein Abwaegen. Denn lohnt es sich ueberhaup die (geliebte) Heimat zu verlasse, wenn man wohl behuetet in der Familie und mit allen Freunden aufwachsen kann? Viele moegen vielleicht denken “Reise ich doch einfach mal in ein anderes Land um eine neue Sprache zu lernen”. Doch dies erweist sich eigentlich nur als netter Nebenefekt und sollte nicht als Grund angesehen werden. Beeindruckend ist es immer wieder, welche Unterschiede man ploetzlich zwischen den Laendern feststellt. Dinge die man zuvor nicht bedacht hat…
Einen Schueleraustausch zu machen bedeutet viele Leute kennen zu lernen und Freundschaften zu schliessen. Viele werden Spuren in deinem Leben zurueck lassen, doch auch du selbst wirst merken, was fuer einen Einfluss du auf andere hast. Wobei sich dies nicht nur auf deine Gastfamilie und neuen Freunde bezieht, sondern auch auf die “Daheimgebliebenen”. Denn auch fuer sie bedeutet es eine grosse Veraenderung, dass du nicht mehr bei ihnen bist. Ein Mitglied in der Familie fehlt und Freunde vermissen einen ihrer Vertrauten! Durch e-mail, Briefe und Telefonate merkt man ploetzlich wie sehr man das Leben dieser Leute beeinflusst. Man lernt waerend des Austauschjahres was wahre Freundschaft ist und wie man sie aufrecht erhalten kann oder neue Freundschaften bildet. Ein weiterer guter Grund ein Jahr im Ausland zu verbringen, sind all die Perspektiven, die sich einem dadurch eroeffnen. Man erhaelt Eindruecke von anderen Lebensweisen, sodass man vielleicht eine ganz andere Weltanschauung gewinnt. Und ausserdem kann man neue Jobs kennen lernen, Kontakte knuepfen und mancheiner wird vielleicht sogar weiterhin in dem Land leben wollen. Abschliessend moechte ich noch sagen: Viele Gruende also um einen Schueleraustausch zu machen! Und auch wenn es die Angst vorm Heimweh gibt, so kann es nicht alzu schlimm werden, wenn man probiert, jeden Tag zu geniessen und voll auszunutzen! Denn es ist eine einmalige Chance im Leben, die man nicht einfach verrueber gehen lassen sollte! Denn wann sonst bekommt man schon die Moeglichkeit in einem fremden Land bei einer neuen Familie zu leben, zur Schule zu gehen, interessante Leute kennen zu lernen, einmalige Erfahrugen zu sammeln, etc.
Fran: Denkt ihr auch manchmal darueber nach, wie weit ihr schon gekommen seit? Was ihr schon geschafft habt? Als ich hier her geflogen bin war es Hochsommer, Juli. Ich habe den Wechsel zum Fruehherbst erlebt, dann wurde es langsam immer kaelter, im Oktober kam noch mal eine Hitzewelle nach Detroit, seit es November ist, friert die Stadt. Die Ruhe kehrt ein. Der Alltag ist nicht mehr spannend wie in den ersten Wochen, man kennt die Leute mit denen man in einer Klasse sitzt, man lernt die Persoenlichtkeit der Gasteltern und Geschwister besser kennen. Meine kleinen Gastgeschwister behandeln mich nicht mehr wie was besonderes, die grosse Schwester als, sondern ganz normal, da wird man schon mal gekickt und angemotzt. Es kommt Routine in den Tagesablauf, das Aufstehen um 6 Uhr klappt, Duschen geht trotz Antiker Wasserhaehne immer schneller, die Schulsachen sind routiniert aufs wenigste minimiert. Waehrend das Tages die mittlerweile bekannten Gesichter, die netten Hinterherrufe 'Hey Fran! How's Germany?' und die Lachkraempfe in der Harfestunde. Nach der Schule warten, warten auf das graue Auto das einen in das nicht weit entfernte ZUHAUSE bringt. Ja, dort ist man nun zu hause, und man bereut es nicht. Es ist normal. Keine seltsame Sache mehr, in ein viktorianisches Haus zu gehen, das Zimmer im oberen Stockwerk, der Deckenventilator, die immer zu kalten Raeume, der Plasmafernseher, das antike Bad, die Ordnung, durch die Kinder schnell auseinandergerupft, der piepende Anrufbeantworter. Jahreszeiten wechseln. Menschen veraendern sich. Ich veraendere mich. Ich sitze nicht mehr 2 Stunden am Tag in meinem Zimmer rum und lese, anstatt dessen koche ich fuer die Familie, rede mit meiner Mum und telefoniere mit Freunden. Dem Internet wird nicht mehr so viel Aufmerksamkeit gewidmet wie frueher. Seltener denke ich darueber nach, wie es wohl sein wird, wenn meine Familie zuhause auf mich am Flughafen wartet. Schule wird wieder unwichtiger, zur Routine, ein laestiges Muss, und doch die meist einzige Moeglichkeit mit Menschen meines Alters zu kommunizieren. Einmal fuehrte ich ein Telefongespraech mit meinem Vater zuhause. Mein kleiner Bruder erzaehlte mir, das mein Zimmer jetzt wo anders ist, dass er mein Pferd putzt und ihm das ausmisten Spass macht. Das die Freundin meines Vaters samt Tochter eingezogen ist, sobald ich weg war. Das mein grosser Bruder jetzt eine Wohnung gefunden hat und sein Studium begonnen hat. Dinge veraendert sich, waehrend ich nicht da bin. Und doch macht es mir nichts aus, denn alles veraendert sich. Ich, meine Umgebung, Welten stehen zwischen zwei Haeusern mit zwei Familien die mir beide sehr am Herzen liegen. Wie werde ich jemals ins Flugzeug steigen koennen und zurueck fliegen? Wie werde ich es aushalten, wieder ohne Mutter zu leben? Keine kleine Schwester zu haben? Alles Gedanken, die ich versuche, so weit wie moeglich wegzuschieben. Sie kommen noch frueh genug zurueck.
Vermissen. 'Jemanden genug zu vermissen, um ihn nicht in die Vergangenheit zu stecken...' Ja, ich vermisse ein paar Sachen. Die Freiheit, zu tun was ich will, in Deutschland. Meine Beziehung. Kurze Schultage. Echte Milch. Chlorfreies Wasser. Aber es haelt mich nicht davon ab, in die Zukunft zu sehen. Fettfreie Milch kann man auch trinken. Die Beziehung wird halten. Kurze Schultage werde ich in Deutschland noch fuer 3 Jahre haben. Und die Chlorallergie wird auch besser. Sprechen. Habt ihr vorher schon mal drueber nachgedacht, wie es ist, wenn der Hostdad anfaengt mit einem ueber Politik zu diskutieren? Der Nachbar deine Meinung ueber die Todesstrafe hoeren will? Die Sinnigkeit des Footballs auseinandergenommen wird? Anfangs hatte selbst ich ein paar Probleme, der Sprache meines Dads zu folgen. Meine Mum ist Englischlehrerin, sie spricht so klar, das kann man nur verstehen. Aber man kann Sprechen lernen. Auch vor vielen Leuten. Wie oft musste ich nur schon vortragen und diskutieren lassen, was die Unterschiede zwischen Deutschland und den USA sind, wie genau das Austauschprogramm ablaeuft, wo ich her komme, wie meine Familie ist, mein Freundeskreis, was fuer Sport ich mache, und ob ich denn Rapmusik mag? Schwarz. Viele dunkle Gesichter umgeben mich jeden Tag. Ich war und bin kein Rassist, Menschen sind Menschen. Doch ist es was anderes, im Kreis seiner Weissen Freunde zu sitzen und das zu sagen, als zwischen 3000 schwarzen Schuelern zu sitzen und das gleiche ueberzeugt zu sagen. Mir bereitet es keine Probleme. Wenn ich in einer Klasse sitze, bin ich meist die einzige weisse Person im Raum. Aber mir faellt es nicht auf, denn ich sehe mich ja nicht selbst. Niemand behandelt mich anders, weil ich weiss bin. Weder besser noch schlechter. Und es ist gut so. Zeit. 3 Monate sind abgelaufen. Es ist November. Es ist Winter. In zwei Wochen werde ich 16. Ende des Monats ist Thanksgiving, nach Weihnachten fliegen wir nach Arizona. Ich werde andere Seiten von den USA kennenlernen, nicht als Reisende, sondern als eine der Menschen die dort leben. Als fast schon einheimische. Viele Schueler wissen nicht, das ich Austauschschuelerin bin, sie hoeren es auch nicht an meinem Akzent, den manche Leute eher als britisch bezeichnen wuerden, aber nicht Deutsch. Einzig und allein die Deutschlehrerin wusste sofort, wo ich her komme, trotz groesste Bemuehungen. Wann ist die Zeit abgelaufen? Wann hoert es keiner mehr? Wann muss ich zurueck? Warum scheinen 3 Monate wie 3 Wochen, und wie 3 Jahre? Wird der November genauso schnell vorbei sein, wie er kam? Was passiert, wenn es Januar wird, das neue Jahr beginnt? Dann sind es nur noch 6 Monate, bis ich zurueck fliege. Halbzeit. Abpfiff. Ende
No name mentioned: THE GOLDEN YEAR
SAYING GOODBYE The moon gives way, for the bright sun the next day
Valerie: Hab ich mir gedacht ich mach mal eine kleine rueckblende und reflexion about everything that happened. Also. am 20.august in der frueh (sehr frueh!) gings los zum flughafen. dort wurde dann noch gemuetlich gefruehstueckt - ui, da bin ich schon aufgeregt gewesen!!! nach einem zwischenstop in amsterdam - wo ich meine liebe vicki getroffen hab! - bin ich auch schon einige stunden spaeter in kanada angekommen. ehrlich gesagt, ich hab da gar nicht gecheckt was eigentlich passiert. nach bisschen mehr als einer woche hat auch schon die schule begonnen, zum glueck kannte ich mallory da schon - sonst waer ich wohl verloren gegangen. ausserdem hat sie mir gleich gaaaaaanz viele leute vorgestellt. und so peinlich es auch ist, ich weiss immer noch nicht alle namen! ich wuerd sagen, die jugendlichen hier scheinen auf den ersten blick offener und freundlicher als bei uns, but wenn du sie dann naeher kennenlernst (oder es versuchsts), merkt man schon, dass sie um einiges oberflaechlicher sind. und sie haben eine ganz andere vorstellung vom begriff "freund/in". wenn du mal mit jemanden 2min. redest seids ihr schon freunde. ich wuerd sagen ich kenn viele leute und sie kennen mich, aber freunde (aus meiner sicht) sind nicht mal die haelfte davon. aber wenigstens hab ich leute mit denen ich am wochenende was machen kann und nicht immer zuhause hocken muss....... ich weiss, dass ich in diesem jahr sicher noch einige schwierige momente, stunden oder vielleicht auch tage durchstehen muss. aber das gehoert einfach dazu, zu der ganzen erfahrung. sagt man nicht, es sind die schlechten erfahrungen von denen man am meisten lernt? ich glaub, gerade die schwierigen, einsamen und traurigen ereignisse praegen das atj. wie patriotisch bin ich doch geworden seit ich hier bin, das haett ich mir vorher nicht gedacht. und ich bin draufgekommen, welche dinge ich wirklich gern hab, aber sie immer fuer selbstverstaendlich genommen hab. zum beispiel in wien, wenn ich einkaufen gehn will, geh ich einfach ohne gross drueber nachzudenken. aber hier..... man braucht auf jeden fall ein auto. das macht einen total abhaengig. und ausserdem fehlen mir die kleinen strassen mit (relativ) kleinen autos. und normale restaurants- nicht immer nur fast food. alles in allem bin ich gluecklich mich fuer ein atj entschieden zu haben, weil ich weiss, dass ich mich mein ganzes leben daran zurueckerinnern und stolz auf mich sein kann. ausserdem bekomme ich dadurch mehr lebenserfahrung - was meiner meinung nach nie schaden kann!
Artikel im Schueleraustausch.de Forum: Ein Jahr wird vergehen und wir werden am Rande der Rückkehr zu einer Welt stehen, wo wir vom Paradoxen umgeben sind und wo alles und doch gar nicht dasselbe sein wird. In einem Monat werden wir zögernd umarmen und gegen die Tränen ankämpfen, Menschen Aufwidersehen sagen, die nur Namen auf einem Blatt Papier waren, um zu Menschen zurückzukehren die wir umarmt haben und gegen Tränen angekämpft haben bevor wir gegangen sind. Wir werden unsere besten Freunde verlassen, um zu unseren besten Freunden zurück zu kehren. Wir werden zurückkehren zu den Plätzen, von denen wir gekommen sind und werden zurückkehren zu denselben Dingen, die wir letzen Sommer und jeden Sommer davor getan haben. Wir werden über die gleiche vertraute Straße in die Stadt kommen und obwohl es Monate her ist, wird es sein, als sei es gestern. Während du in dein altes Schlafzimmer gehst, wird jede Emotion dich durchwandern, während du über die Änderungen in deinem Leben nachdenkst und über was du für ein Mensch geworden bist. Du bemerkst plötzlich, dass die Dinge, die dir am wichtigsten sind jetzt von keinem zuhause ganz verstanden werden. Wen wirst du zuerst rufen? Was wirst du am ersten Wochenende zuhause mit deinen Freunden unternehmen? Wo wirst du arbeiten? Wer wird auf der Samstagabend Party sein? Was haben alle in den letzten paar Monaten unternommen? Mit wem wirst du von der Schule in Kontakt bleiben? Wie lange wird es dauern, bevor du wirklich Menschen vermisst, die ohne vorher anzurufen oder anzuklopfen, hereinplatzen? Dann fällt dir auf, wie sehr die Dinge sich verändert haben und du bemerkst, dass das schwerste bei einem Austauschschüler das Ausbalancieren von zwei komplett verschiedenen Welten ist, in denen du jetzt lebst, verzweifelt versuchst an allem festzuhalten, während du versuchst herauszufinden, was du zurücklässt. Wir kennen jetzt die Bedeutung echter Freundschaft. Wir wissen, mit wem wir im letzten Jahr in Kontakt geblieben sind und wen wir am liebsten haben. Wir haben unsere Welten verlassen, um die wirkliche Welt zum Grabe zu führen. Unsere Herzen wurden gebrochen, wir haben uns verliebt und wir haben unseren besten Freunden geholfen über Essstörungen, Depression, Stress und den Tod hinwegzukommen. Wir haben Kerzen in der Grotte angezündet und wir haben die Nacht am Telefon verbracht, um mit einem Freund zu sprechen, der Hilfe braucht. Es gab Zeiten, da fühltest du dich hilflos, weil du Stunden von zu hause entfernt warst, wenn wir wussten, dass uns unsere Familie oder unsere Freunde uns am meisten brauchten und es gibt Zeiten, in denen wir einen Unterschied machten.
Chainmail for Exchangees: WE ARE EXCHANGE STUDENTS "So much is said about being an exchange student, but only when you experience it. Things make sense. It is definitely not easy and whether you want it or not,
Ehemaliger Austauschschüler Was ist es, das uns dazu bringt ein Jahr von zuhause zu verschwinden? Sind es die Berichte Ehemaliger, die tollen Prospekte, die Eltern, die einen dazu ermutigen? Oder ist es einfach der Drang etwas zu erleben, etwas das keiner deiner Freunde erleben kann, keiner verstehen wird, und auch keiner verstehen soll, weil es deine eigenen, von niemand anderem manipulierten Erfahrungen sein werden? Fuer viele ist es einfach nur Fernweh, langeweile, abenteuerlust und verruecktheit. Verrueckt muss man sein. Verrueckt seine Familie zurueckzulassen, verrueckt die Freunde zurueckzulassen, verrueckt ein Jahr Schule zu vermissen.
Nadine: Hey... Ich habe meine Gastfamilie jetzt schon länger, schreibe mir täglich mit meiner Gastma und auch öfters mal mit meiner Gastsis und ich freu mich einfach so unheimlich, endlich in die USA zu fliegen und bei ihnen zu leben. Ich hab ein bisschen das Gefühl ich kenn meine Gastmutter schon seit Jahrhunderten! Je näher der Abschied kommt, desto aufgeregter werde ich. Aber auch umso trauriger. Es gibt öfters Beiträge mit dem gleichen Inhalt wie meiner hier, und früher hab ich immer auf sie geantwortet, dass die Freunde auch noch da sind, wenn man wiederkommt, und das die weite Welt nur einmal ruft. Ich stehe immer noch auf dieser Position, doch tröstet es mir wenig. Habe ich das gewusst, bevor ich mich für mein ATJ entschieden habe? Ich wusste vom Heimweh im Gastland, und ich konnte mir gut vorstellen, nach dem ATJ meine neuen Freunde und meine neue Familie zu vermissen, aber nie hätte ich das Ausmaß erahnt. Dabei steht mir das meiste erst noch bevor.
From the homepage of an Exchangee: Exchange is about learning Exchange is about learning. It's not as simple as learning whatever it is that's taught in school, though. It's about learning how to listen, how to speak, and how to think. Learning who you are, who your friends are, and the type of people you want as friends. Learning how to trust your innermost feelings, and how to find those feelings in the first place. It's about learning what is really important to you, and learning what you don't really give a damn about. Exchange is about learning how to tolerate, how to accept, how to like, and how to love. Learning how to give as well as you receive, and how to trust that everything will even out on its own. It's about learning that your mom and dad do have the right answers sometimes, and that your kid sister isn't such a dumb little kid anymore. Exchange is about learning to treat people as people and not as stereotypes. Learning that sometimes a kiss isn't just a kiss, sometimes is means more, and sometimes it means less. Learning how to achieve, how to succeed, and how to accomplish. It's about learning how not to come in first place and still be proud, and about coming in last and learning how to admit that you could've done better. Exchange is about learning that large parties don't necessarily mean a good time. Learning that loneliness doesn't go away in a crowd, and that sometimes it's okay to be by yourself on a Friday or Saturday night. It's about learning that your lunchtime crowd doesn't constitute your popularity, and that popularity is all a matter of perspective. It's about learning that boredom is simply laziness of the mind, and watching three hours of TV every night is not quality relaxation time. Exchange is about learning how to pack a bag and how to pack a room full of way too much stuff. It's about learning that people probably like you a whole lot more than they will ever tell you and that it's your responsibility to make sure your friends know how much you appreciate them. It's about learning that simply doing what you're supposed to do isn't enough, you need to put forth twice the effort in order to fully grasp whatever it is that's sitting in front of you. It's about learning how to make people smile. Exchange is about learning how to miss people enough to not stick them in the past, and how to not miss them so much that it keeps you from moving into the future. Learning how to motivate yourself and how to motivate others. Learning what the phrase "make do" means and how to use it to make it seem as if you're not simply "making do". Exchange is about learning. Learning how to live.
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